REBOARDER

 

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Babyschalen im Auto gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden? Nein? Ebenso wenig wie wir die Gurtpflicht– 40 Jahre nach ihrer Einführung – in Frage stellen, wundern wir uns heute noch über rückwärtsgerichtete Babyschalen.

Trotzdem sind viele Eltern skeptisch, wenn es um ein verlängertes Rückwärtsfahren ihrer Kinder im Reboarder geht. 

Als wir 2010 nach einem Folgesitz für unsere Tochter suchten und durch einen Zufallstreffer im Internet auf rückwärtsgerichtete Kindersitze stießen, waren wir zunächst auch ein wenig überrascht. Die Tatsache, dass das Fahren im Reboarder fünfmal sicherer ist, passte nicht zu dem Bild, das wir in unserer Umgebung und auf den Straßen Berlins sahen: Vor einigen Jahren noch wurde in Deutschland kaum ein Kind über die Babyschale hinaus rückwärts transportiert. Ein Blick nach Skandinavien allerdings zeigt: Rückwärtsfahren ist kein Trend. Bei unseren nördlichen Nachbarn fahren 90 % aller Kinder über das Babyalter hinaus rückwärts – es dauerte nur eine ganze Weile bis das skandinavische Sicherheitsbewusstsein bis zu uns vordrang.
Keine fünf Jahre später allerdings hat sich viel getan auf dem Markt: Reboarder werden immer beliebter und Sie finden heute in ganz Deutschland Fachhändler, die Sie rund um das Thema rückwärtsgerichtete Kindersitze mit viel Fachwissen individuell beraten können.

Warum ist ein Reboarder viel sicherer als ein vorwärtsgerichteter Sitz?
Dass Babys im Auto rückwärts transportiert werden sollen und müssen, liegt daran, dass sie bei Unfällen im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Ihr Kopf ist im Vergleich zum Rest des Körpers sehr groß und sehr schwer und nimmt fast ein Drittel des kompletten Babykörpers ein. Die Nackenmuskulatur ist noch nicht gut ausgereift, weswegen Neugeborene lernen und üben müssen, ihr Köpfchen zu halten. Erst mit etwa 4-5 Jahren entsprechen die Körperproportionen eines Kindes in etwa denen eines Erwachsenen und auch das Genick kann einem Aufprall erst zu diesem Zeitpunkt gut standhalten.

Bis dahin ist die Gefahr eines inneren Genickbruchs bei einem Unfall sehr hoch und kann durch den Einsatz eines Reboarders deutlich verringert werden.  Das Kind wird bei einem Crash in die Babyschale bzw. den rückwärtsgerichteten Kindersitz hineingepresst und die Kraft des Unfalls über den Körper hinweg verteilt.
Bei einem vorwärtsgerichteten Sitz werden dagegen hauptsächlich das Genick und der Kopf des Kindes belastet, was zu einer deutlich erhöhten Gefahr von Querschnittlähmungen und tödlichen Verletzungen führt.

Insbesondere beim Frontalcrash, der neben den Seitenkollisionen zu den häufigsten Unfallarten zählt, ist es wichtig, dass Ihr Kinder sicher und entgegen der Fahrtrichtung im Auto sitzt. Dort senken Reboarder das Risiko schwerer Verletzungen um rund 90 %.

Rückwärtsgerichtete Kindersitze sind bis zu einem Alter von mindestens 4 Jahren sicherer
Dass Reboarder sicherer sind, ist unbestritten. Viele Eltern wissen das und zögern mit dem Kauf eines rückwärtsgerichteten Kindersitzes aus anderen Gründen wie z. B.:

  • der Sorge, dass es dem Kind im Auto beim Rückwärtsfahren übel wird,
  • der Vermutung, dass in ein kleines Auto kein Reboarder passt,
  • die Beine des Kindes keinen Platz haben,
  • die Kinder zu wenig sehen, wenn sie rückwärts fahren oder
  • der Einbau eines Reboarders viel zu kompliziert ist.

All das sind Vorurteile, die wir gerne und mit viel Geduld aus der Welt räumen.

Wir sind Ihnen bei der Wahl eines geeigneten Kindersitzes behilflich (und es gab tatsächlich in all den Jahren noch kein Auto, in das kein Reboarder passte!), Ihr Kind kann bei uns probesitzen und wir zeigen Ihnen den Einbau des Sitzes in und an Ihrem Fahrzeug.

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